Test: Phanteks PH-TC14PE

Installation

Aus den gefühlt 2 Millionen Tüten sucht man sich das passende Montagematerial heraus, die deutschsprachige Bedienungsanleitung mit ihren vielen Bildern erleichtert die Auswahl und gibt einen guten Überblick über das Was und Wie. Prinzipiell verfolgt auch Phanteks den typischen Weg für die Installation einen solch schwergewichtigen Kühlers: Backplate, Abstandshalter und Querstrebe. Das ist soweit logisch und nicht wirklich kompliziert, verfügt das Gehäuse über eine Aussparung auf der Mainboardmontageplatte, so gelingt der Kühlerumbau sogar ohne das Mainboard ausbauen zu müssen – das ist auf jeden Fall mal lobenswert.
Die Backplate ist gut isoliert, die Zentralschraube zur Fixierung der Querstrebe ist aber nicht einfach zu erreichen, es braucht einen langen Schraubendreher. Passgenauigkeit und die Materialqualität der Montageteile sind absolut in Ordnung. Das kann man über die Wärmeleitpaste jedoch nicht sagen, sie ist klebrig, sehr klebrig. Nun soll man ja einen kleinen Klecks auf die Mitte des Heatspreaders der CPU geben und den Anspressdruck den Rest erledigen, so wirklich funktionierte das aber nie und tut es auch beim Phanteks nicht. Man kommt nicht herum, nach einer gewissen Betriebszeit die Schrauben der beiden Halterungsschienen nachzuziehen, da der Abstand zwischen Kühlerbodenboden und CPU sich ja verändert und sich dies nachteilig auf die Temperaturen auswirkt. Es sei an dieser Stelle nochmals und mit Nachdruck arauf verwieden, dass eine flüssige WLP schlicht und einfach praktikabler ist, auch und vor allem beim PH-TC14PE, denn bei dem muss der mittlere Lüfter abgenommen werden, um an die Schrauben der Halterungsstreben zu gelangen. Aufgrund der etwas seltsamen Lüfterbefestigung ist das unkomfortabel, simple Halterungsklammern sind halt nicht der Weisheit letzter Schluss. Hier kommt es zum Punktabzug – so hart muss man sein.


Da der PH-TC14PE recht „hochbeinig“ daherkommt, gibt es kaum Probleme mit Arbeitsspeichern, solange diese keinen sinnfreien und übertriebenen Heatspreader aufweisen. Die Bauhöhe von 171 Millimetern sorgt da schon für mehr Kopfzerbrechen. Man kann die Lüfter etwas nach unten schieben, sie müssen also nicht über den Kühler hinausstehen, doch der mitige Lüfter kann nicht ganz so weit nach unten geschoben werden, weil da ja die drei Muttern der Querstrebe im Weg sind. So kann die Maximalhöhe zwar auf 168 mm verringert werden, im Falle des NZXT Source 210 Elite reicht dies aber nicht aus, dass man das Seitenteil anbringen kann. Großer Kühler – großes Gehäuse … diese Formel behält also ihre Gültigkeit (obwohl z.B. ein auch nicht gerada kleiner Scythe Mine 2 perfekt passt und sogar ein 120er Blowhole-Lüfter installiert werden kann). Ein Gehäuse mit einer Breite von 195, besser 200 Millimetern ist ratsam, um nicht zu sagen: Pflicht!

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