Test: Noiseblocker eLoop

Lagergeräusche

Im Drehzahlkeller stören ja die Nebengeräusche des Lagers in doppelter Hinsicht, denn da die Luftgeräusche äußerst dezent sind, wird ein Brummen, ein Klackern oder ein Schleifen ja gut hörbar. Das Magnetschwebelager der eLoop kann man in einem einzigen Wort zusammen: TOP! Erwähnenswert hierbei ist aber noch das Ergebnis, dass sowohl der Vertikal- als auch der Horizontalbetrieb keinerleihörbaren Unterschiede erbringt. Während bei den XL Revision 3 und den BlackSilentPro gern mal ein leichtes Klackern und ein ganz dezentes Brummen im Horizonalbetrieb zu vernehmen ist, zeigen sich di eLoop von der Lage unbeirrt. Auf der vielfach bewährten Brumm-Klacker-Schleif-Skala erreichen die Lüfter folgende Werte, als Ergänzung dann dazu noch der direkte Vergleich bei 500 U/min.

* ermittelt an der Lüftersteuerung, nicht an Mainboard-Fan-Headern
** im PWM-Mode „Voltage“ sowie bei analoger Spannungseinstellung

Drei Auffälligkeiten soll aber nicht unbeachtet bleiben:
1. Der B12-2 zeigt sich unkooperativ beim Auslesen der Drehzahl im Grenzbereich, während an der Lüftersteuerung (Scythe Kaze Master) alle funktionalen Drehzahlen angezeigt werden, wird am Mainboardheader unterhalb von exakt 651 U/min nichts mehr angezeigt. Der Lüfter läuft zwar, doch ist kein Monitoring-Programm in der Lage, die Drehzahl auszulesen. Das kann durchaus verwirren.
2. B12-PS und PLPS lassen sich auch bestens analog drosseln, sowohl an der Lüftersteuerung als auch im Voltage-PWM-Modus des Gigabyte-Mainboards.
3. Bei B12-1 und B12-2 ist eine außergewöhnlich lange Einlaufzeit festzustellen, nur peu a peu erreicht der B1 seine offiziell angegebene Maximaldrehzahl (mit der Toleranz von +/- 10 Prozent) und ähnelt in seinem Verhalten damit verblüffend dem MF-12 S1. Der B12 erreicht auch nach 2  Stunden nicht die 1500 U/min, sondern maximal 1350, was jedoch noch gerade innerhalb des Toleranzbereiches liegt.

Nachlaufzeit

Nach den ganzen Zahlen und Eindrücken darf man auch mal etwas spielen: Noiseblocker verweist gern auf die lange Nachlaufzeit als Folge des Ausmerzens störender Wirbel. Nun ist ohne Frage eine wirklich beeindruckend lange Nachlaufzeit festzustellen, aber die Grüne hierfür sind mannigfaltig. Der Schlaufenrotor hat ein hohes Eigengewicht, somit eine weit überdurchschnittlich große Schwungmasse, in Kombination mit dem laufruhigem Lager ist die Basis geschaffen, dass der Rotor ist lange nach dem Kappen der Energiezufuhr weiterdreht. Überbewerten muss man dieses Features sicherlich nicht, denn wenn der PC aus ist, wird keine Abwärme mehr erzeugt, weshalb die Kühlung alles andere als zwingend notwendig ist, als Qualitätsmerkmal aber kann man die Nachlaufzeit durchaus herausstellen. Das folgende kleine Video (16 Sekunden, H.263, 2.5 MB) darf daher ruhig angeführt werden.

 

Fazit

Als vor Jahren die XL in der Revision 3 herauskamen, dachte man: „Besser kann ein Lüfter doch kaum sein!“. Als die M-Serie auf den Markt kam, dachte man „Oh, doch, das geht.“ Auch die Black Silent Pro waren ein Volltreffer und mit der eLoop-Serie schafft es Noiseblocker tatsächlich, noch bessere Lüfter auf den Markt zu bringen. Es ist weniger quasi unhörbare Betriebsgeräusch im Drehzahlkeller, denn in dieser Region ist das Limit ja erreicht, es ist vielmehr die beeindruckende Souveränität, mit welcher die eLoop in „höheren“ Drehzahlbereichen arbeiten. Bis dato war mit empfindlichen Ohren der Luftstrom auch eines erstklassigen Lüfters im Bereich von 500 oder 600 U/min zu hören – die eLoop zeigen, dass dies nicht sein muss. Die Kombination aus Bionik und Lager ist schlicht und einfach unübertroffen und setzt neue Maßstäbe, an denen die Konkurrenz sich vermutlich für eine ganze Weile die Zähne ausbeißen wird. Man darf gespannt sein, welcher Hersteller in 2013 Schlaufenrotorlüfter auf den Markt bringen wird – Wetten werden ab jetzt angenommen.
Auch wenn man der „Bionik“ skeptisch gegenüber steht (schon Sharkoon, Zalman und Zaward scheiterten mit ihren „Golfball-Flügel“-Lüftern, weil das Lager viel zu schlecht und der Luftdurchsatz zu niedrig war), die lange Nachlaufzeit als unwichtig abtut, den Kaufpreis als zu hoch bewertet oder nach LEDs giert, so muss man objektiv und in aller Deutlichkeit anerkennen, welch Know-how Noiseblocker bei den eLoops realisiert hat, welch exzellentes Produkt erschaffen wurde. Eine höhere Drehzahl, trotzdem unhörbar … Lüfterherz – was willst du mehr? Die Antwort ist einfach: Dasselbe auch als 140er Version!

Noiseblocker eLoop B12-1 / B12-2 / B12-PS: „Technologisch brilliante Lüfter-Referenz“

JS für Orthy.de, C2012

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