Offline: Teil 2 – Facebook

Problem 10: Spionage im Arbeitsumfeld

Facebook: Schon heute sind gute Facebook-Profile genauso viel bei einer Bewerbung wert, wie eine ordentliche Bewerbungsmappe. Dinge, die in einer Bewerbung nicht stehen müssen und im Gespräch nicht gefragt werden dürfen – Auf Facebook findet man alles. Über den Freundeskreis erfährt man viel über den Charakter eines Menschen. Heute ist aber auch schon das Fehlen eines Facebook-Profils verdächtig.
Doch auch bei existierendem Arbeitsverhältnis mehren sich die Berichte, dass Arbeitgeber in Facebook das Privatleben der Angestellten ausspähen.

Trotz guter bis sehr guter Qualifikation und einem Fachkräftemangel, Du bekommst einfach keine Stelle als Kindergärtner. Liegt das vielleicht immer noch an der personalisierten Werbung im Vereinsbuch für homosexuelle impotente Männer mit Verstopfung?

Wenn Dein Chef und die Kollegen schon die Freundesliste müssen, dann bitte eingeschränkt. Ein guter Trick: Mache derartige Falschangaben über Dich in Deinem Profil, dass keiner so recht weiß, ob das was dort steht wahr oder falsch ist. Natürilich nur vorteilhafte Falschangaben.

Problem 11: Extremistische Inhalte, Illegales etc.

Facebook: Facebook, die so bedacht auf Nutzerdaten sind, kontrollieren diese kaum. Es gibt auf Facebook extremistische Inhalte aller Coleur. Es gibt eine Beschwerdefunktion, aber die Resonanz von Facebook dauert stets. Ob und wie ein veröffentlichtes Bild ein Persönlichkeitsrecht verletzt. Facebook agiert mit einer gewissen Willkür. So wurden einerseits vor einigen Jahren diverse „Fake-Accounts“ gelöscht, was dazu führte, dass auch die Profile verschiedener „echter Stars“ weg waren, auf der anderen Seite gibt es Berichte über hunderte Nazi-Seiten in Facebook. Volksverhetzung ist nach wie vor schwerer Straftatbestand – ebenso die Beihilfe.

Du erhälst eine Vereinskarte mit einer Freundschaftsanfrage von Heinrich Himmler, der Dich zur Holocaust-Party einlädt. Springerstiefel und Bomberjacken erwünscht. Blondinen kommen kostenlos rein. Als er von Deinen sexuellen Neigungen erfährt, bittet er Dich die im namentlich benannten Freunde mitzubringen.
Am nächsten Tag checkst Du beim Verein ein mit „… ist gerade mit 7 seiner Freunde auf der Intensivstation des Zeisigwaldkrankenhauses“.

Nicht ignorieren, sondern melden. Facebook hat dafür eine Adresse. Selbst die deutsche Polizei ist für solche Hinweise dankbar. Das geht sogar mittlerweile anonym über „Briefkästen“. Bedenke immer, schon 1932 haben viele geschwiegen, in der Hoffnung „das wird schon gutgehen“.

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