Offline: Teil 2 – Facebook

Problem 8: Personalisiertes Geldverdienen

Facebook wirbt mit „personalisierter“ Werbung. Aus Deinen Lebensdaten, Freunden,  Interessen, Geschlecht usw. „errechnet“ Facebook, was für Dich interessant sein könnte und bewirft Dich nur mit jener Werbung, welche Dich interessieren könnte. Aber auch die Besucher Deines Profils bekommen Deine personalisierte Werbung. Sind beispielsweise in Deinem Umfeld viele Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, Du findest Barbara Streisand eine begnadete Sängerin und interessierst Dich ihm Rahmen deines Motorrad-Hobbies für Lederklamotten, so könnte Dein Chef beim Besuch deines Profils Werbung für Gleitmittel, die neue gebundene Ausgabe von „Der Bewegte Mann“, sowie die neuesten Sextoys für Jungs finden. Künstliche Intelligenz ist nicht immer intelligent, aber meistens logisch. Er muss Dein Profil dazu nicht unbedingt besuchen. Per Standard darf Facebook mit Deinem Profil(bild) für Dinge werben.

Der Gesichterklub Chemnitz finanziert sich über Werbeanzeigen im Vereinsmagazin, als Beilagen in den Vereinsschreiben usw. Auch im Vereinsbuch, in dem jedes Mitglied mit seinem Profil steht. Egal ob Die Werbung nun als Flyer ins Haus kommt, oder ob es sich um die Werbung im Vereinsbuch handelt – sie ist „personalisiert“. Sie ist also von einem Marketingmitarbeiter des Vereins auf Dich zugeschnitten worden. Dir ist zwar nicht klar, wie das kommt, aber auf Deiner Seite des Vereinsbuchs wird an erster Stelle für ein Abführmittel geworben. An zweiter Stelle gib es günstiges Viagra und die dritte Werbung ist für eine Therapiegruppe über Sexuelle Dysfunktion beim Mann. Wie im Verein üblich, gibt es keinen direkten Ansprechpartner und selbst ein Vereinsaustritt (Problem 4) wird nicht viel nützen.Du wist ewig ein impotenter Mann mit Verstopfung bleiben.

Personalisierte Werbung lässt sich abschalten. Des weiteren gelten die schon genannten Tipps: Du musst nicht der ganzen Welt Deine Leidenschaft für die Streisand mitteilen.

Problem 9: Spionage von staatlicher Stelle

Facebook: Den US-Amerikanischen Polizeibehörden und Nachrichtendiensten, allen voran der CIA, steht ein uneingeschränkter Zugang zu Facebook zur Verfügung. Dies steht zwischen den Zeilen sogar in den Facebook-Nutzungsbedingungen. Die CIA prüft anhand der so erstellten Profile jeden Touristen vor seiner Einreise in die USA. In wieweit auch für die Behörden in anderen Ländern gilt, ist noch nicht bekannt. Bekannt ist, dass die iranische Polizei Fake-Accounts nutzt um bei Verhören von Verdächtigen „bessere Karten“ zu haben (bspw. Zugang über den Freundeskreis). Insbesondere Regimegegner und Demonstranten werden so aufs Korn genommen. (Quelle: Wikipedia)
Jüngst machte die Schufa Schlagzeilen. Facebook-Informationen sollten Einzug in die Schufa-Wertung nehmen. Wie auch immer das hätte passieren sollen, es ist Gott sei Dank erst einmal vom Tisch.

Alle Vereinsdaten des Geischterklubs Chemnitz werden nahezu uneingeschränkt dem BND und der Polizei zur Verfügung gestellt. Nach der letzten Studentendemo, bei der einige Deiner Freunde anwesend waren und anhand des Vergleichs ihres Vereinsfotos und der Bilder der Überwachungskameras identifiziert wurden, hattest auch Du Besuch. Nach dem sehr netten Gespräch, riet Dir der Herr im Trenchcoat besser nicht das Land zu verlassen. Könntest Du auch gar nicht, denn in den meisten ländern der Erde gibt es Vorbehalte gegen impotente Homosexuelle mit Lederfetisch.

Zuallererst solltest Du Deinen Al-Quaida-Mitgliedsausweis zurück geben, zum Buddhismus konvertieren und mindestens eine Million Euro an die republikanische Partei in den USA spenden. Dann bist Du erst einmal „save“. Du solltest keine Freundschaftsanfragen von Leuten annehmen, die Du nur einmal kurz gesehen hast und falls Du es nicht lassen kann, diese der Gruppe „Eingeschränkt“ zuordnen. Sie sind dann zwar in der Freundesliste, sehen aber nur die „öffentlichen“ Informationen. Solltest Du auf Deine terroistischen Beziehungen nicht verzichten können, solltest Du sie außerhalb von Facebook pflegen.