Der große HD5770-Kühlerratgeber

 

Kühlerkompatibilitätsübersicht

 

Folgende kleine Übersicht ist mit Vorsicht zu genießen, ich habe zwar viel recherchiert, viel ausgemessen, viel berechnet (Sie wissen schon: Pixel-zu-Milimeter-Relation), aber gutes Bildmaterial ist schwierig zu finden und wenn es um ja und nein, um 1 oder 2 Milimeter geht, wird’s doppelt kritisch. Ein paar Erkenntnisse sind mir aber ins Auge gesprungen, und die will ich natürlich nicht vorenthalten.
So denn, auf in den Farbenkampf!

 

wichtige Erläuterungen

„Obacht bei der Angabe „an Leistungsgrenze“ -> zwar ist die HD5770 kein Wärmemonster, aber kompakte / alte Kühlerkonstruktionen können im Sommer bei Volllast für unschöne Temperaturen sorgen. Beim L2Pro empfehle ich den Tausch gegen einen potenten 92mm-Lüfter, der 25mm dick ist. Für die Zalmännern und die kompakten Zerotherm-Kühlern ist das ebenso ratsam (und ist auch nicht sooo schwierig).

„Bastelaktionen“ -> der BiFrost und der IXG ragen weit gen Slotblende, daher müssen gleich mal deren zwo (also die Stege des Gehäuses) entfernt werden. Genau wie bei der HEIDI ist dann oft noch eine Runde Fräsen beim Kühlerboden angesagt, weil dieser sehr ausladend ist. Beim Doppeldecker muss die „Haube“ der DVI-Anschlüsse abgemacht werden, damit die HEIDI passt (thx @ „Klingone mit Klampfe“ für den Hinweis). Dank der weit außenstehenden Heatpipes sind BiFrost und IXG nicht mehr kompatibel, das kollidiert alles massiv, man müsste schon eine Heatpipe entfernen. Beim DuOrb schaut’s nicht besser aus.

„H.D.T.“ -> beim BiFrost und beim IXG haben die inneren drei Heatpipes Kontakt, das ist OK und reicht locker aus, bei der HEIDI haben nur die beiden inneren Heatpipes Kontakt zur GPU, das kostet Leistung, dennoch ist für eine gescheite Kühlung gesorgt. Beim Battle-Axe (mittlerweile ein Auslaufmodell) haben auch nur die beiden inneren HPs Kontakt, das kostet viel Leistung (sind ja nur 6mm-Pipes), wirklich empfehlenswert ist der Kühler daher nicht.

„nichts für Silentiten“ -> auch ohne extrem empfindliche Ohren zu haben, sorgen die mit dieser Warnung gekennzeichneten Kühler für gewisse Probleme bei der Lautstärke, zwar liegt diese immer noch unter der des Referenzkühlers, aber wirklich toll, also „leise“, sind diese Kühler nicht – und aufgrund ihrer Konstruktion (v.a. Größe & Lamellenabstand) kann man auch mit den besten Lüftern nicht für echte Ruhe sorgen.

„ggf. Lüfter tauschen“ -> bei diesen Kühlern geht einiges an Silent-Potenzial verloren, weil die Standardlüfter suboptimal sind. Größere Lüfter nach Gusto sind empfehlenswert, hierzu einfach der Hinweis auf mein gigantisches 120er RoundUp.

Leider gibt es natürlich immernoch kleine schwarze Flecken auf der Optik der Kompatibilität: der Setsugen ist laut Scythe offiziell nichts kompatibel, ich habe viel gemessen, mit vieles angeschaut, einen Grund für eine Inkompatibilität konnte ich nicht feststellen. Allein die Kombination aus Kompaktversion samt Doppel-DVI könnte für eine Kollision mit den Kühlrippen sorgen, es handelt sich hierbei um eine Millimeterangelegenheit, also kann es sein, dass die Rippen etwas verbogen werden müssen.

Wie man einen Acce S1 Rev. auf eine Kompaktversion bekommt, wird hier bei overlock.net gezeigt – das wollte ich nicht vorenthalten, einfach weil es herrlich irre ist. Dass man einen Acce TwinTurbo auch auf einen Doppeldecker pflanzen kann, ist hier bei SilenPCreview zu bestaunen – auch diese Bilder sind aber nix für sensible Menschen 😉

 

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