Orthys Fotoguide Teil 2: Kauf der richtigen Technik

Welches Objektiv?

Fü den Einstieg tut es bei allen Herstellern das mitgelieferte Objektiv, oft auch als „Kit“ bezeichnet. Dabei gibt es „original-Kits“ aber auch Kits mit Objektiven von Fremdherstellern.

Die mitgelieferten Kits stellen meist nicht die Speerspitze an Qualität und Schärfe, aber doch einen guten Allrounder dar. Meist bewegen sich diese um den 28-32mm-Bereich (KB-Äquivalent 1,5 – 1,6) oder 20-22 mm (KB-Äquivalent 2,0).

Bei Canon beispielsweise gibt es häufig als Kit-Linse das Canon 18-55mm IS, welches erstaunlich gut, aber ein bisschen wie ein Plastebecher verarbeitet ist.
Die „Normalbrennweite“, bei welcher also das Sichtfeld der Kamera dem des Menschen am ähnlichsten ist, liegt bei Canon bei 28mm. Sprich dieses Objektiv liefert einen Weitwinkel von 18-28mm und einen Zoom von 28-55mm und hat seinen schärfsten Punkt auch wirklich bei der Normalbrennweite. Ein guter Allrounder-Kompromiss also.

Anfängern empfehle ich mit dem Kit erst einmal ein Jahr auf Safari zu gehen und sich zu „merken“, was ihnen an dem Kit nicht so gefallen hat und in welchem Brennweitenbereich sie gerne fotografieren. Danach sucht man sich eine Auswahl an möglichen „Nachfolgern“ aus, dann einschlägige Tests im Internet lesen und ein neues kaufen.

Das gute bei DSLRs ist doch, dass man jederzeit eine neue Linse kaufen kann!

Es bringt ergo auch nichts, gleich zum Einstieg mit einer Batterie an Objetiven umher zu ziehen, von denen man nicht weiß, wozu man sie überhaupt braucht.

Gerne wollen die Leute mehr „Zoom“, weil sie entweder „gehfaul“ sind, oder weil sie noch in alten „Fotoschienen“ denken und sich nicht klar sind, dass man ein Bild auch zurechtschneiden kann. Ein verwackeltes Bild ist unscharf. Je weiter man zoomt desto höher das Verwacklungsrisiko. Lieber „kürzer“ aufnehmen und dann „zurechtschneiden“.

Ich werde besser – ich brauche eine neue Kamera?

Es bringt eigentlich nichts, sich in der selben Klasse mehrmals eine neue Kamera zu kaufen, wenn sich nichts monumental verändert hat. So kann man bei Canon gut und gerne zwei Generationen „überspringen“. Alle 4 Jahre ein neuer „Body“, es sei denn man will in der Klasse „aufsteigen“, da die Einsteiger-Modelle zu wenig Optionen bieten. Und selbst das ist ein sehr knapper Zeitabstand.

Es ist im Übrigen auch nicht immer gesagt, dass der Nachfolger dem Vorgänger überlegen sein muss.

Einsteigerausstattung

Grundsätzlich sollte das Geld am Anfang immer reichen für:

1. Kamera + einfaches Zoomobjektiv (Brennweite von ca. 18 bis max. 80 mm)
2. Kameratasche mit Platz für mindestens 3 Objektive + Kamera
3. Min. 2 Speicherkarten mit je min. 4 GByte
5. Min. 1 Ersatz-Akku
6. Stativ

Optional für Landschaften:

7. PolCir-Filter für Landschaften, Meer, Himmel…
8. Ein lichtstarkes „Festbrennweitenobjektiv“

Optional für Studio:

9. Studioleuchten eventuell mit Lichtdiffusor
10. Externer Blitz bzw. Blitz für den Zubehörschuh der Kamera

Eine einfache Beispielkonfiguration von Canon für den kleinen Geldbeutel Stand 05/2010

1. EOS550D mit einfachem Kit-Objektiv – ca. 580 Euro.
2. Cullman o.ä. Fototasche: ca. 30 Euro
3. 2x8GB SDHC bspw. von Kingston: ca 30 Euro
5. Zweit-Akku für die 550D für 20 Euro
6. Stativ, auch ein einfaches Alpha von Cullman für 60-70 Euro

Macht zusammen rund 700 Euro.
Dazu veilleicht noch
8. Festbrennweite Canon 50mm/1.8 für 90 Euro

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