Computer im Wandel des Jahrzehnts (Update 2)

Mobiletelefone – Smart-Phones für Jedermann

„Handys“ waren nie das Orthy-Thema. Doch es könnte eines werden. Da hat sich in den 10 Jahren ja einiges getan. Aber auch hier kann man schön klagen. Jeder kann sich nun ein Smartphone leisten. Was muss ein Smartphone können? Nun, noch vor 5 Jahren hätte ich gesagt: „Telefon, Kontakte, Termine, E-Mail, Synchronisation möglichst flexibel mit allen möglichen PCs. Ein Smartphone gibt mir schnellen Zugriff auf meine Daten und stellt so das kleine und leichte Pendant zu meinem Notebook und PC dar.“ Da darf es auch den einen oder anderen Ergonomie-Abstrich machen, bspw. beim Erfassen von Mails oder beim Lesen von Internetseiten.
Heute ist die Definition anders: „Apps“. Ein Smartphone muss dicke Hardware bieten und ein „Phattes Displei, ey Aldä!“. Man muss drauf rumtatschen können und unter 5 „Homescreens“ ist es kein Smartphone, sondern ein Telefon.
Angefangen hat alles eben nicht mit dem iPhone. Smartphones, wie bspw. Blackberrys gabs ja nun schon seit Ende der 90er – ich sag nur „Hundeknochen“ (Nokia Commuincator). Seit Mitte des Jahrzehnts war dank Windows-Mobile und HTC (o2=XDA, T-Mobile = MDA…) das Smartphone im deutschen Markt bereits angekommen und verdrängte munter die PDAs (Smart ohne Phone). Erst jetzt kam mit iPhone DAS Gerät, mit dem man angeblich nicht nur SMS, Kontaktverwaltung, Bahnfahrplan, Musikerkennung, Kinoprogramm und und und … machen konnte, sondern auch telefonieren.
Seither bemüht sich der Smartphone-Markt, welcher sich pflichtbewusst nun auch gerne Business-Phone-Markt nennt, die ehemaligen Smart… sorry, Business-Phones, auf iPhone zu trimmen.
Doch mittlerweile ist das Multimedia-Spielzeug iPhone im Business-Markt angekommen und verdrängt munter alte Hasen wie Nokia oder Microsoft.
Etwas mehr „Multimedia fürs Business-Phone“, das ging mit Windows Mobile nicht gut. Altbackene Oberfläche war mit den Patschehändchen nicht gut zu bedienen. Fettbatzen auf glänzenden Schmieriedisplays und schattensuchende Dandys mit Handys waren wieder hipp.
Was Neues musste her. Also kaufte der Betriebssystem-Startup Google mal einsfixdrei ein Handy-OS und taufte das Linux-Derivat, passend zu seinen Benutzern, Android. Dabei machte Google das, was sie am besten konnten: Sie sammelten. Dieses Mal Ideen. Man lehnte sich iPhone an, nicht nur an der Oberfläche, sondern auch gleich bei der Bindung an den Hersteller. Von Linux nahm man die großen Erwartungen und den Update-Wahn. Binnen 2 Jahren (bei optimistischer Betrachtung) gab es Android 1.5, 1.6, 2.0, 2.1, 2.2 und auf 2.3 warten wir jetzt. Also etwa ein halbjährliches Betriebssystemupdate für das Handy. Jedes dieser Updates führte Android näher an die Benutzbarkeit heran. Weniger Abstürze, längere Akkulaufzeiten…
Da Android niemanden außer Google etwas kostet, war das System ein gern genommener geschenkter Gaul und ein vernichtender Schlag für alle anderen mobilen Linux-Lösungen.
Presse und Benutzerschaft nahmen Android und ähnliche „Bastellösungen“ dankbar an, und verfluchten und verschmähten Palm, die mit ihrem WebOS wenigstens versuchten ein vollständig funktionierendes System zu bauen und auf die Menschheit los zu lassen.
Als ich in einer renommierten Computerzeitschrift las, dass WebOS veraltet sei, fragte ich mich sofort: Was genau ist veraltet? Ich weiß es nun: Ist eine Software ausgereift, ist sie veraltet.
Ob TomatoOS, CucumberOS, LimeOS, BananaOS – die Frische erkennst Du am Grasgeschmack. Wirklich Smart am Smartphone muss der Anwender sein, denn er braucht jetzt schon eine „Mobeil Daytah-Flett“ damit er sein Smartphone überhaupt sinnvoll nutzen kann.

Der PC stirbt

Nun habe ich mich hier über die mobilen Lösungen seitenweise ausgelassen. Wo bleibt die Orthy.de-Kernkompetenz: Der PC? Nicht gehört? Der PC ist tot! Es gibt ihn nicht mehr. Hat Steve Jobs (Apple-Chef) gesagt. Der PC ist veraltet. In Zukunft schreiben wir Briefe und Korrespondenzen auf dem iPad. Klar, das geht nicht so schnell. Ist aber modern! Schließlich können wir dann dazu, von überall aus unsere privaten Daten zu Google übermitteln.

Das Telefon machte uns zuhause erreichbar,
Das Mobiltelefon machte uns überall erreichbar,
Google macht uns zuhause und überall überwachbar.

Dank Android bin ich im Facebook und gleiche meine Kontaktliste mit Facebook ab und das gleiche tu ich mit den Google-Kontakten. Ich schicke schnell einen Status per Facebook samt Foto und schau in Latitude wo meine Freunde gerade sind. Ohne mein Smartphone bin ich „nackt“.
Aber was bin ich ohne PC, ohne den es früher niemals ging?
Ich sehe es wie immer etwas differenzierter. Der PC als klassischer Kasten unter dem Tisch wird an Land verlieren – definitiv und unabdingbar. Zum Arbeiten reichen mittlerweile Geräte, welche kaum die Größe eines Sixpack Bier überschreiten. Die Nettops (PC + Monitor, alles eins) werden arbeitsfähig.
Wieder war es Apple, die mit dem iMac den PC wieder „auf“ den Tisch holten (da stand er ja schon mal, in den 80ern, bevor wir ihn zu unseren Füssen verbannten).
Der Otto-Normaldeutsche hat eine Xbox360 oder eine PS3, weniger ambitioniert vielleicht eine Wii(Bitte). 300-400 Euro für eine Grafikkarte, ähnliches für eine CPU, 1500 Euro für einen PC – Die Zeiten sind passe. Diejenigen, die denken sie brauchen das, können sich es meistens nicht leisten und jene, die es sich leisten können, haben ihr Geld in ein Notebook, ein iPhone vielleicht schon ein iPad und in eine PS3 gesteckt. Zocken am PC wird wieder unmoderner.

Ruhe auf dem CPU-Markt

Das wäre alles erträglich, ginge dieser Druck allein vom Käufer aus. Doch es kam eine Phase, da hatte die CPU genug Leistung. AMD, vor 9 Jahren Intels Angstgegner, hinkt dem großen nun wieder hinterher und erst AMDs Phenom II X6 1090T lässt dem ambitionierten Anwender das Wasser im Munde zusammen laufen. Gar nicht wegen der CPU, welche so gerade an Intels Mid-Range heran reicht, sondern wegen der ausgereiften Mainboards, mit reichlich PCIe-Lanes, USB3.0 und SATA-6Gb (Einstmals: SATA3). In Sachen Chipsätze hängt Intel hinterher.
Die Jahre „Ohne AMD“ sorgten für Stillstand. Intel verkaufte seit 2007 Quad-Cores als Allheilmittel. Mein aus dieser Zeit stammender Core2Quad Q6600 entfaltet heute noch mehr als ausreichend Leistung „für alles“. Selbst ein Core2Duo aus jener Zeit dürfte auch heute noch keinen unbedingten Grund zum Aufrüsten geben – und das nach 3 Jahren! So etwas hat es selten gegeben. Die Superkühler der CPUs liefern ähnliche Leistungen, Wasserkühlung ist sogar unter den Verrückten nur noch etwas für die „ganz Verrückten“.
Klar, der aktuelle Core-i7 rennt bis zu 50% schneller als der Core2Quad. Nur braucht das keiner! Die erscheinenden Spiele, welche mit Highend etwas anfangen können, kann man an einer Hand abzählen und für solche Spiele braucht man eher eine gute….

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