Intel-Bug mit FSB-Die-to-Die Data Transfers (Update) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Bokill   
Sonntag, den 23. Dezember 2007 um 16:23 Uhr
Nicht nur AMD hat offenbar nicht gut genug getestet und validiert, auch Intel scheint Probleme mit ihren 45 nm Quadcores zu haben.

Offenbar scheint das Intel-FSB-Problem doch schwerwiegender zu sein, als es die letzten Wochen den Anschein hatte. Die Intel-"Extreme" Quadcores in 45 nm ("Yorkfield") kommt nun doch nicht so schnell wie geplant Anfang 2008.

Das Problem liegt demnach tiefer und scheint doch nicht mal so eben mit einem anderen Mainboard-Design aus der Welt zu schaffen zu sein.


"AV51. Front Side Bus GTLREF Margin Results Are Reduced for Die-to-Die Data Transfers in Intel® Core™2 Extreme Processor QX9650, Which Can Lead to Unpredictable System Behavior"

Heise berichtet, dass der Pegel des FSB gegebenenfalls niedriger ausfällt als nötig ist. Was besonders bedenklich stimmt ist die Meldung, dass sie von Fehlern mit einem FSB von 1333 berichten. So ist ein erheblich grösserer Teil betroffen, als es bei Problemen mit einem FSB 1600 anzunehmen ist.

Derzeit ist der Xeon in 45 nm noch nicht davon betroffen (Harpertown, Wolfdale DP). Was kaum verwundert da dort die Mainboards aufwendiger statt mit 4 Lagen mit 6 bis 8 Lagen gefertigt werden. Zudem ist der FSB der Xeons noch nicht beí einem FSB 1600.

Um die Fehlermeldungen noch zu komplettieren, leiden auch noch 65 nm-Prozessoren ("Conroe") unter Bugs und es kommt noch schlimmer. Auch Intel scheint einen TLB-Bug zu haben. Es hat fast den Anschein, als ob die grossen Hersteller erst kürzlich neue Design-Analyse-Tools nutzen (AMD nutzt seit kurzem Magma-Design-Tools) und so manch ein Fehler auftaucht ... Oder sie haben beide (AMD und Intel) ihre Produkte schlicht unreif  auf den Markt platzieren wollen.

So wie es scheint, haben die Prozessorhersteller sich ganz von selbst ihre Preise verdorben ... ohne dass die Verbraucher deswegen nun zugreifen müssen ...

Möglicherweise erklärt das auch den recht zögerlichen Start der aktuellen und kommenden Nvidia-Chipsätze für die Intel- (21. 12 wurde offiziell der Nforce i780 lanciert) und AMD-Plattform ... Es ist schon ärgerlich, wenn manch ein Fehler gar nicht in eigener Hand liegt.

Siehe die Meldung bei Heise.de zum etwas verzögerten Intel-Start der kommenden 45 nm Prozessoren mit Penryn-Kernarchitektur: "Prozessor-Bugs zum Fest". 

Sowie die Meldung bei Fabtech.org: "AMD says ‘first to market is everything’!". Tja ... nun sind beide doch nicht da, wo sie als Erste sein wollten ... jedenfalls nicht so ...

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. Dezember 2007 um 14:42 Uhr
 

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