| Neue Köpfe, neue Projekte, neue Fahrt? |
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| Geschrieben von: Bokill |
| Montag, den 10. Dezember 2007 um 23:04 Uhr |
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Der Herr Mike Uhler, der ehemalige CTO ("Chief Technology Officer") der CPU-Schmiede MIPS wurde als neues Mitglied im AMD-Management als CTO und als Vize Präsident der Sparte "Accelerated Computing" aufgenommen.
Die Abgänge von AMDs Führungsspitze im Jahr 2007 (Rick Hegberg, Henry Richards, Dave Orton) sind mit einem ausgesprochenen Veteranen der Halbleiterindustrie aufgefüllt worden. Jüngstens stiess neben Mike Uhler auch noch Phil Rogers als "AMD-Fellow" in das Führungsmanagement dazu. Mike Uhler gilt als erfahrener Prozessor-Designer. Vor allem im Haus "MIPS" dürfte Mike Uhler Erfahrung mit der Anpassung von Grunddesigns an verschiedenste Einsatzbereiche gesammelt haben. Was einstmals auch als RISC Supercomputerchip der Firma MIPS angefangen hatte entwickelte sich im Laufe der Zeit zu den sparsamsten und dennoch rechenstarken CPU-Familien.
Was ist MIPS?Der Preis war jedoch, dass ausgesprochene Rechenspitzenleistungen in Superrechnern bei MIPS sehr lange nicht mehr zu sehen waren. Im Bereich "Performance per Watt" hingegen zeigen MIPS-Prozessoren vor allem in High-End Set-Top-Boxen, High-End-LAN- und Netzwerk-Chips wo der "Hammer" hängt. Auch im Bereich Multicores hat MIPS Lizenznehmer, die achtfach (Raza Microelectronic), sechszehnfach-Multicores (Cavium) schon seit Jahren erfolgreich entwerfen und auch im Einsatz haben. Kurzum, überall wo kompakte System on Chip (SoC) im Einsatz sind, dort ist auch vielfach ein angepasstes MIPS-System anzutreffen, gegeben falls sogar als Prozessor mit fünffachem Multithreading. ATI hatte wegen der SoC-Erfahrung im Jahr 2006 ein recht umfangreiches Lizenzabkommen mit MIPS vereinbart. Man kann also MIPS nach wie vor als aktuellen Zweig der Prozessorengeschichte begreifen. Die MIPS-Prozessoren sind aber nicht als Einzelprodukt in den Köpfen präsent. Sie werden aber weltweit verbaut und dominieren in manchen Zweigen der Halbleiterindustrie, da diese Prozessoren vielfach angepasst an die Einsatzzwecke eine hohe Rechenleistung bei geringer Wärmeleistung bieten.
Weiterer AMD-KopfWas den Herren Phil Rogers angeht, da scheint AMD weiterhin Fahrt in Richtung GPU-Computing aufnehmen zu wollen ("Nvidia: GPU-Schlachtaxt "Tesla"", "billig billig ... Coprozessor-Karten "). Phil Rogers entstammt aus dem ATI-Zweig der AMD-Entwicklergemeinschaft. Seine Fähigkeiten sind im Bereich "developing advanced architectures" und zur Erweiterung "software capabilities" gedacht.
Stichwort Torrenza: Kommt die "Genesorisierung"?Es hat ganz den Anschein die "Torrenza-Idee" voranbringen zu wollen. Modular, angepasst, vielseitig. Allerdings reichen nicht nur die ganz grossen Ideen, sondern im Detail muss die Entwicklerarbeit auch zeitnah "passen", sonst entwickelt AMD Totgeburten ("Newisys Horus") und lanciert sehr schnell das nächste Lauch-Desaster ... als etwas anderes kann der K10-Launch (Barcelona [1,2], Phenom) bis zum Ende 2007 nicht bezeichnet werden.
Torrenza-Produktivlösungen haben sich an sich rar gemacht (Activ Financial, Cray XT5). Die aktuelle AMD-Meldung (PDF) zu einem Speicherserver von "Violin" mit einer Steckverbindung für ein PCI-Express-Interface ist eben etwas anderes als Torrenza. Es gehört derzeit eher (wenn überhaupt) in das Gegenlager mit IBMs/Intels "Geneso". AMD will mit Violin die Torrenza-Variante mit einem HyperTransport-Interconnect herausbringen. Bis zum zweiten Halbjahr 2008 soll der Speicherserver mit dem ehemaligen Newisys-Entwickler Peter Geiger in Austin fertig entwickelt worden sein. Das ist im vergleich zur aktuellen PCI-Express-Version mehr als ein halbes Jahr später. Positiv ist, dass dann dieser Speicher wie direkter Speicher mit AMDs MEOSI-Multiprozessorprotokoll (wegen Datenkohärenz) genutzt werden kann. Die aktuelle Beschränkung der K8/K10-Plattform mit maximal 8 Speicherslots ist damit aufgehoben. Weitere durchaus interessante HyperTransort-Prozessoren. Das ist RMI mit ihren MIPS-Octacore XLR, der NETL7 ein Co-Prozessor zur Beschleunigung von XML und Firewalls, Broadcoms und PMC Sierras diverse Multicore-Netzwerkchips (auch mit MIPS-Kernen). Möglicherweise spart sich AMD die positiven Meldungen bis zum Jahresende auf, bzw. knetet die Aktionäre weich zur Finanz-Analystenkonferenz am 13. Dezember 2007. In der aktuellen Lage bezweifel ich das aber mal. Mit der Meldung zum Speicher-Server von Violin sendet AMD aber sehr widersprüchliche Signale zur Fortentwicklung von "Torrenza" auf Basis des HyperTransport-Interconnects.AMD Hires Industry Veteran Mike Uhler as Vice President of Accelerated Computing |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 06. Januar 2008 um 20:12 Uhr |



Der September ist da, somit der Herbst, die kühleren Temperaturen können genutzt werden, die von Messen überhitzen Gehirne abzukühlen - prima zu dieser These passt dann auch die Revision B eines Klassikers von Alpenföhn ... mehr dazu wie immer im Forum:
Ein neuer Spieler betritt das Feld, weitgehend unbekannt, doch ab heute nimmer unebeachtet - das liegt am Supertower "Colossus", denn damit zieht BitFenix die Blicke an.
Seit geraumer Zeit warten Freunde der bärenstarken Lüftkühlung
schon auf einen neuen Kracher von Xigmatek - heute ist es so weit: der "Aegir" ist da!