Crystal-CPUID: Cool ′n Quiet nachgebaut Update 1! - Schritt 1: Testphase PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pco   
Mittwoch, den 05. April 2006 um 11:33 Uhr
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Crystal-CPUID: Cool ′n Quiet nachgebaut Update 1!
3 Fakten über CnQ und dem Nachbau auf anderen CPUs
Schritt 1: Testphase
Schritt 2: Wir bauen uns CnQ nach
Schritt 3: Es geht "Scharf" - Testen!

Schritt 1: Testphase

Beim ersten Start erschlägt einen die Oberfläche von Crystal-CPUID , doch das lässt schnell nach, wenn man hinter die Logik gekommen ist.

Zuerst sollte man heraus finden, wie weit man (nach unten) gehen kann. Für die Spannungen ist der Bereich eng gesteckt. Das obere Limit für die eigene CPU findet man auf einschlägigen Seiten im Internet. Beim Athlon64 kann man pauschal abraten, über 1,55 Volt zu gehen, beim AthlonXP sind bis zu 1,85 Volt "drin".

Viel interessanter ist natürlich das "undervolting".

Um dies zu testen stellt man mittels Crystal-CPUID verändern. Dies kann jedoch zum sofortigen Absturz führen.

Vorgehen: Starte CPU-Z und CrystalCPUID. In Crystal-CPUID wählst Du nun im Menü unter Function "AMD K6/K7/K8 Multiplier". Bei "New-Multiplier" gehst Du nun schrittweise zurück und testest. Optimal ist natürlich ein möglichst niedriger Multi. Stürzt Dein PC dabei ab - dann hast Du den niedrigsten gefunden, sprich jener, bei dem den PC noch einwandfrei lief. Theoretisch sollte es bis runter zu 4x gehen.

Der Multiplikator wird sofort nach Auswahl angelegt!

Bei gelockedten Athlon64 (die meisten Modelle) ist der maximale Multiplikator der Standard-Multi. Beispielsweise beim Athlon64-3200+ (1,8 Ghz) 9.0x.

Nun kommt der etwas haarigere Teil. Drücke den Button "Enable Change Voltage". Du kennst die Standard-VCore Deines Prozessors aus CPU-Z (Punkt: Voltage oberees Drittel, rechts). Diese sollte man, eiserne Regel, niemals mehr als 10% überschreiten, will man auf der sicheren Seite sein. Athlon64-CPUs reagieren eh kaum auf höhere Voltages. Bei AthlonXPs ist das schon etwas anderes.

Undervolting hat natürlich keinen negativen Effekt auf die Lebensdauer der CPU, allerdings kann auch hier Windows schlagartig abstürzen.

Du solltest nun, den niedrigsten mögliche Multiplikator gewählt, in maximal 0,05-Volt-Schritten nun langsam rückwärts gehen und Testen. Der Minimalwert für einen Athlon64 sollte bei 1,1Volt liegen. Ein AthlonXP sollte bei etwa 1,4 Volt aufgeben - aber man kann hier Gück haben. Da beim späteren automatischen Wechsel die Spannung angehoben wird, solltest Du auf diesen Wert etwa 10% drauf legen. Hast Du also einen Athlon64 im Sockel754-Gewand, dann wäre 1,3 Volt wahrscheinlich Deine niedrigste Voltage bei niedrigem Takt. Gesparte 0,1 Volt klingt nicht viel, ist aber nicht schlecht.

Für unser Athlon64-Beispiel (89 Watt, 59,33 Ampere) bedeutet das Absenken der Voltage von 1,5 auf 1,3 Volt.

P = 1,3V * 59,33 A = 78,9 Watt

Etwas mathematischer: Die Einsparung an Energie ist direkt proportional zur Spannung. Das Verhältnis der benötigten Stromstärke zum CPU-Takt ist im übrigen ebenfalls beinahe linear.
Dies bedeutet nach einfachem Dreisatz:
59,33A / 2000 MHz = x / y MHz

x A = (59,33A * y MHz) / 2000 MHz

Takte ich also auf y = 1100 MHz runter, halbiert sich auch der Energieverbauch.

Diesen Wert solltest Du nun mit Prime95 testen. Gleichzeitig solltest Du unter CPU-Z die VCore im Auge behalten. Schwankt diese zu stark nach unten oder oben (was oft auf schlechte Spannungswandler oder mieses Netzteil hin deutet), dann musst Du diese Abweichung in deine Spannungsberechnung mit einfliessen lassen.
Beispiel: Du hast einen aktuellen Athlon64, der stabil mit 1000 MHz bei 1,1 Volt arbeitet. Du schmeisst Prime95 an und die VCore sackt für eine Sekunde schlagartig auf 1,0 Volt. Das geht vielleicht ein paar Mal gut, doch irgendwann geht der PC schlicht aus. Also: 1,2 Volt nehmen.

Exkurs: Testen mit Prime95

1. Spontantests
Diese Tests reichen, um nur kurz einen Blick zu werfen. Hierfür startest Du Prime und wählst unter "Option" den "Torture Test..." aus. Dort als Testmethode die "Small FFTs". Läuft Prime95 15 Minuten ohne Fehlermeldungen, ist die Konfiguration "vermutlich Stabil".

2. Primestable
Als Primestable wird eine Konfiguration bezeichnet, welche mindestens eine Stunde lang fehlerfrei in Prime95 funkitoniert.

Nun kennst Du die niedrigste Spannung bei niedrigstem Takt. Die Obergrenze lässt sich wie erwähnt nicht einfach durch Testen heraus finden, denn das kann die CPU zerstören. Als Faustformel kann man sagen: 6% sollten keinen Schaden anrichten. Einen Athlon64 neuerer Bauart kann man also mit 1,5Volt betreiben.



Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Juli 2006 um 11:41 Uhr
 

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Auch im August gibt's viele neue Dinge zu vermelden, die Hardware-Hersteller machen nämlich im Gegensatz zu unseren ach-so-demokratischen Parlamentariern keine Sommerpause. Den Reigen der News-Splitter eröffnet heute NZXT, die in Sachen "hocheffiziente Netzteile" mal eben die 90%-Marke knacken. Direkt danach geht's vulkanisch mit Enermax weiter ... das und mehr gibt's wie üblich im Forum: k-l-i-c-k ;)