Nächstes Jahr kaufe ich mir eine Pistole
Dienstag, Dezember 27th, 2011
Wenn Sie nicht genug davon besitzen, haben Sie ein Problem. Wenn Sie über viel davon verfügen, haben Sie auch ein Problem. Wenn Sie sagen, Sie hätten genügend davon, lügen Sie sich selbst an. Wenn Sie glauben, es gäbe genug davon auf der Welt, liegen Sie falsch. Wenn Sie denken, die Welt würde ohne nicht funktionieren, haben Sie auf eine äußerst perverse Art und Weise recht.
Was dem “Führer” einst nicht gelang, auch nicht mit dem Volksempfänger, schafft der öffentlich-rechtliche Rundfunk spielerisch. Die Domninanz und Omnipräsenz, daherkommend im wohlig-gruseligen Mantel der Dokumentation, des irren Österreichers ist wie ein schwerer Verkehrsunfall: Man weiß, was passiert ist, kennt die Bilder, doch wegschauen kann man nicht. Allabendlich und -nächtlich flimmert eine Doku über den Schirm, was soweit ja wirklich nicht schlecht ist, doch mal eine ohne A.H. zu sehen, kommt einem Sechser im Lotto gleich.
Unter der “Großen Woche” verstehen viele das gründliche Reinigen und Putzen und Pflegen von Haushalt, Garten und dem Stück Straße, welches von Menschen betrampelt und Hunden vollgekotet wird. Metaphorisch gesehen, kann man dies auch über die letzte Woche sagen, nur dass es hier keine Straße, sondern Logik und Menschenwürde war, die … na Sie wissen schon.
Sieben mal in Folge Europameister, die WM 2007 ohne Gegentor gewonnen, die Stadien proppevoll, alle Spiele ausverkauft, die Bundesliga ein Publikumsmagnet – Frauenfußball ist mittlerweile Volkssport Numero Uno, das sehen selbst Frauenversteher wie Loddar Matthäus und stets sozial engagierte Entwicklungshelfer wie Don Blatter ein. Freuen wir uns also auf ein neues Sommermärchen!